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TU Berlin

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Vereinheitlichung der Datenstruktur im Artenschutz (SenStadt)

Projektdaten
Projekttitel:
Vereinheitlichung der Datenstruktur im Artenschutz
Förderung:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (SenStadt)
Kooperationspartner:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (SenStadt)

Technische Universität Berlin
Institut für Ökologie
Fachgebiet Biodiversitätsdynamik terrestrischer Ökosysteme
Prof. Dr. Frank Dziock
Laufzeit:
Juni 2008 - Mai 2009
Bearbeitung:
Helge Herbst (TU Berlin)
Ulrich Heink (TU Berlin)
Projektleitung:
Prof. Dr. Birgit Kleinschmit

Beschreibung

Für die Bearbeitung von naturschutzrechtlichen Aufgaben bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind raumbezogene Informationen über das Vorkommen von bestimmten Tier- und Pflanzenarten eine essentielle Grundlage. Insbesondere durch Neuerungen im Artenschutzrecht im Zuge der Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes nimmt die Relevanz von Art bezogenen Informationen zu. Der effizienten Bearbeitung von Artenschutz bezogenen Aufgaben stehen derzeit jedoch etliche Hemmnisse im Weg.
Durch die hohe Vielfalt an unterschiedlichen Quellen für Artdaten sind diese sehr heterogen hinsichtlich ihrer Qualität und Struktur. Aufgrund von unterschiedlichen technischen Systemen zur Verwaltung der Daten sind diese untereinander oft nicht kompatibel. Außerdem unterscheiden sich die Daten in ihrer inhaltlichen Tiefe und in der verwendeten Semantik, sodass relevante Informationen aus Daten unterschiedlicher Herkunft nicht gleichmäßig extrahiert werden können. Oft ist in den Daten kein genauer räumlicher Bezug enthalten, sodass diese nicht exakt oder gar nicht zu verorten sind (z. B. in einem GIS).
Durch die Vielzahl der Datenproduzenten, -verwalter und –nutzer erweisen sich Abfragen zum Thema Arten auch aus organisatorischen Gesichtspunkten als aufwändig. Durch die unterschiedliche Qualität der Daten können diese nur bedingt oder nur unter großem Aufwand zusammengeführt werden, was die Durchführung von naturschutzfachlichen Bewertungen z. B. im Rahmen von artenschutzrechtlichen Befreiungen und umweltrechtlichen Prüfverfahren wie UVP oder FFH-VP erschwert. Insbesondere auch für die schnelle und unkomplizierte Bearbeitung Schutzgut übergreifender planerischer Instrumente wie der SUP ist eine einheitliche Datenbasis zum Thema Arten jedoch unbedingt notwendig.
Auch vor dem Hintergrund der Einführung einheitlicher Datenstandards für Deutschland und Europa (Geodateninfrastruktur-Deutschland, INSPIRE-Richtlinie) zur Vereinfachung des Behörden übergreifenden Datenaustauschs, z. B. im Rahmen der FFH Meldepflichten, empfiehlt sich ein Überdenken und Überarbeiten der vorhandenen Datenstruktur.
Aufgrund der genannten Probleme ist es Ziel des Projekts, ein Konzept für die Zusammenführung und die Vereinheitlichung der heterogenen Daten und Systeme zur Verwaltung von Artdaten zu erstellen. Dabei soll geprüft werden, welche inhaltlichen, technischen, semantischen und organisatorischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um die von den Nutzern von Artdaten bei SenStadt, den Bezirksämtern sowie anderen Planungsbeteiligten formulierten Anforderungen an Datenhaltung und –nutzung zu gewährleisten.

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